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Ich hab die erste Gundelrebe heuer entdeckt

Gundelrebe (Gundermann) – Glechoma hederacea

 „Gundträben Ger (Gundermann-Schössling),

Ich brich dich unserer lieben Frawen Ehr

Und in der Ehr unseres lieben Herrn Jesu Christ“

(Christlicher Segensspruch aus dem Jahre 1617)

Im Volksmund auch Gundermann, Wunderreben, Donnerrebe, Erdefeu oder Herr des Eiters genannt. Sein Name leitet sich aus dem althochdeutschen Wort „Gund“ ab und bedeutet Eiter, Gift, faulige Flüssigkeit – hier erkennt man schon die Kraft dieser Pflanze und das man sie verwendet um eitrige Wunden zu behandeln und Krankheiten mit eitrigem Ausfluss.

Der Gundermann ist der „gute Mann“, also ein guter Pflanzengeist der bösen Zauber fernhält und Heilung bringt.

Ihre Inhaltsstoffe sind: Bitterstoffe, Gerbstoffe, Kieselsäure, ätherisches Öl, Saponine, Vitamin C;

Die in ihr enthaltenen Saponine helfen den Schleim zu lösen und die Gerbstoffe wirken trocknend und zusammenziehend. Daher wird sie zB. bei Bronchitis, Schnupfen und bei verschleimter Lunge verwendet. Außerdem unterstützt die Gundelrebe die Bleiausschwemmung aus dem Körper.

Die grünen Blätter der Gundelrebe findet man das ganze Jahr über, sogar unterm Schnee.

Ihre Blütezeit ist von April bis Juni. Der Gundermann schlängelt sich am Boden entlang (wie Efeu) und treibt auf dem Boden liegende Knoten mit feinen Wurzeln. Zur Blütezeit stellt er einzelne Stängel gerade auf, die Blüten sind violett. Der Stängel ist vierkantig und kann bis zu einem Meter am Boden dahintreiben. Die Blätter sind Nierenförmig und  weisen auf die Wirkung für Blase und Nieren hin.

Die Gundelrebe gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Zugeordnet wird sie dem Planeten Venus, unter anderem auch wegen ihrer nierenförmigen Blätter (Venuskräuter wirken unter anderem auf die Organenergetik der Nieren). Wegen ihrer Ausläufer und auch wegen der blauvioletten Blüten wird sie auch dem Merkur zugeordnet.

Die Gundelrebe galt schon bei den Kelten als eine wichtige Heil- und Nährpflanze. Man benützte Sie früher als Gegenmittel bei Milchzauber. Wenn eine Kuh wenig Milch gab oder die Milch verdorben war, dann wand man Gundelrebenkränze und durch diese wurde die Kuh gemolken und anschließend gab man den Kranz der Kuh zum Fressen. Dazu wurde ein Zauberspruch aufgesagt – „Kuh, da geb ich dir die Gundelreben, dass du mir die Milch willst wieder geben“.

Außerdem glaubte man, dass ein, in der Walpurgisnacht gewundener Gundermannkranz hellsichtig macht und man Hexen erkennen kann.

REZEPTE:

Gundelreben-Öl – das sogenannte „Wunderblättchenöl“ oder „Wundkrautöl

Frische Gundelrebenblätter sammeln säubern (aber nicht waschen), in ein Schraubglas füllen (Blätter fest zusammenpressen), geschlossenes Glas einige Tage in die Sonne stellen. Nach einigen Tagen bildet sich am Boden eine helle Flüssigkeit, diese vorsichtig abseihen und in einer dunklen Glasflasche abgefüllt aufbewahren.

Das Öl kann bei Wunden oder auch Hauterkrankungen (vor allem bei schlecht heilenden Wunden) angewandt werden.

Gundelreben-Gesichtswasser – eine Handvoll Pflanzen mit ½ l kochendem Wasser überbrühen, kurz aufkochen, abkühlen lassen und abseihen. Kann als Gesichtswasser verwendet werden.

Gundelreben Erkältungstrunk  –  1 Tasse heiße Milch, 1 EL Honig, 2 EL Gundelrebenblätter

Die Gundelrebe in die heiße Milch geben, 10 min zugedeckt ziehen lassen, abseihen, mit Honig süßen und heiß trinken.

Sie wird auch gerne in der Küche verwendet, zB. in der Neun-Kräuter-Suppe am Gründonnerstag oder in Frühlingssalaten und Aufstrichen. Früher nannte man sie „wilde Petersilie“ und kann wie diese verwendet werden. Die Blätter in flüssige Schokolade getaucht ergibt eine gut schmeckende Süßspeise.

Eine Essenz aus der Gundelrebe hilft den Menschen sich zu Erden und Verantwortung für sein Tun und Handeln zu übernehmen.

 

 

 

 

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