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Beinwell

Symphytum officinale – der wissenschaftliche Name „Symphytum“ leitet sich vom griechischen „syn + phyein“ ab und bedeutet „zusammenwachsen“. Auch der deutsche Name Beinwell – Bein für Gebein, Knochen und well für „wellen“, „wallen“ (zusammenfügen) – weist schon auf die Wirkung der Pflanze hin.

Seine weiteren Namen sind: Beinheil, Beinbrechwurz, Wallwurz, Wundallheil;

Die Pflanze ist reich an Allantoin, das die Zellbildung anregt und die Wundheilung unterstützt. Weitere Inhaltsstoffe der Pflanze sind Gerbstoffe, Kieselsäure, Cholin, Schleimstoffe, Zucker, Vitamin B12 und Pyrrolizidinalkaloide. Wegen der  Pyrrolizidinalkaloide wird, wie auch beim Huflattich, vor einer innerlichen Anwendung abgeraten.

Der Beinwell ist eine mehrjährige Staude mit großen, kräftigen Blättern. Der Stängel und die Blätter sind behaart und seine Blüten sind weißlich-gelb oder violett. Seine dicke, fleischige Wurzel ist außen dunkel und innen gelb-weiß. Er kann bis zu einen Meter hoch werden und bevorzugt feuchte Plätze. Die Wurzeln kann man ab Oktober ausgraben, putzen und zerkleinern, danach trocknen und in Glasgefäßen aufbewahren. Aus den Blättern kann man eine Beinwell-Jauche herstellen um Gemüsepflanzen (vor allem Tomaten) zu düngen. Ist aber auch gut geeignet um den Komposthaufen zu begießen, da sie den Verrottungsprozess beschleunigt.

Der Beinwell gehört zur Familie der Rauhblattgewächse und ist dem Saturn zugeordnet. Auch hier finden wir wieder einen Hinweis auf seine Wirkung, den Saturn regiert Skelett, Haut, Bänder und Gelenke.

Äußerlich angewendet behandelt man mit Beinwellbreiumschlägen Knochenbrüche, Verstauchungen, Verrenkungen, Prellungen, Gelenkentzündungen, Muskelverletzungen aber auch Krampfadern oder Gichtknoten. Auch eine Beinwellsalbe hilft bei diesen Verletzungen.

Ein Tee aus Wurzeln und Blättern hilft bei Magengeschwüren und Durchfallerkrankungen. Und die Beinwellblätter werden auch gerne in der Naturküche verwendet zB. junge Beinwellblätter in Omeletteteig tauchen und heraus backen.

Beinwell hat eine zentrierende und erdende Wirkung, das erkennt man auch an seinen Blüten die nach unten (Richtung Erde) zeigen. Er steht mit dem Wurzel Chakra in Beziehung. Er hilft uns uns zu Erden und gibt uns Struktur und Form.

Eine Blütenessenz aus den Beinwellblüten fördert Mut und Stabilität, hilft männliche Anteile anzunehmen, fördert Beziehungsfähigkeit und Zielstrebigkeit.

REZEPTE:

Beinwellsalbe – 45 ml Beinwellöl und 3 g Bienenwachs miteinander verschmelzen, abkühlen und mit ätherischen Ölen (2 Tr Rosmarin-Öl, 2 Tr Kampfer-Öl, 1 Tr Eukalyptus-Öl und 1 Tr Teebaumöl) vermischen.

Beinwellcreme

Fettphase: 30ml Beinwellöl, 10g Bienenwachs, 12g Tegomuls

Wasserphase: 100ml destilliertes Wasser oder Hydrolat (zB. Minzehydrolat wirkt kühlend)

Wirkstoffe: 30Tr Beinwelltinktur, 5 Tr Rosmarin-Öl, 3 Tr Kampfer-Öl, 2 Tr Eukalyptus-Öl und 1 Tr Teebaumöl

Die Fettphase zum Schmelzen bringen, die Wasserphase erwärmen und unter ständigem Rühren der Fettphase zufügen. Die Creme abkühlen lassen und dann mit den ätherischen Ölen vermischen. Die ätherischen Öle sind für eine bessere Durchblutung und zur Kühlung gedacht, aber nicht zur Behandlung von offenen Wunden möglich. Daher ist diese Creme nicht zur Wundheilung geeignet. Sie wird bei Verstauchungen, rheumatischen Beschwerden, Arthrose, Blutergüssen, Quetschungen und Zerrungen verwendet.

Beinwellöl (Heißverfahren) – Wurzel (frisch oder getrocknet) zerkleinern und in ein hitzebeständiges Glas geben, mit Öl (zB. Olivenöl) aufgießen, Glas verschließen und im Wasserbad erhitzen und ca. 20 – 30 min köcheln lassen. Danach im Wasserbad abkühlen lassen. Noch einige Tage an einem warmen Ort stehen lassen und ab und zu schütteln. Dann kann das Öl in dunkle Flaschen abgefüllt werden.

Es ist ein beliebtes Massageöl bei Cellulitis, kann aber bei Schmerzen/Problemen mit den Bandscheiben direkt auf die Wirbelsäule einmassiert werden. Hilft bei rheumatischen Beschwerden, Muskelverletzungen, Verrenkungen, blauen Flecken;

Das Beinwellöl wird zur Herstellung von Salben und Cremen verwendet aber auch als Massageöl. Das Öl regt die Durchblutung der Haut an und festigt sie.

Beinwelltinktur – gib frische Wurzelteile in eine dunkle Glasflasche, mit Alkohol übergießen bis alles bedeckt ist und die Flasche dann ca. 3 Wochen stehen lassen. Die Tinktur kann man zur Herstellung von Salben verwenden, für Einreibungen und als Umschläge bei Wundbehandlungen.

 

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