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Beltane – das Fest der „Strahlenden Sonne“.

Beltane – das Fest der „Strahlenden Sonne“.

Vor einem Jahr zu Beltane haben wir uns nach sechs Wochen Lockdown und Rückzug gefreut auf die Freiheit, die uns damals wieder ermöglicht wurde. Mit dieser Freude auf die Leichtigkeit des Lebens und dem Gedanken daran wieder FREI zu sein, haben wir Beltane gefeiert. Wenn es auch ein Fest im kleinen Kreise war, so war es voller Freude auf das Leben und den Neubeginn.

Ein Jahr später liegt bereits eine lange Zeit hinter uns, in der wir alle auf vieles verzichten mussten. Die tägliche Flut an Nachrichten und fast wöchentliche Änderungen, die unser aller Leben stark beeinflussten, haben uns geprägt und gefordert. Das einzig Beständige um uns herum ist die Natur – sie gibt uns Halt und Stabilität. Das Feiern der Jahreskreisfeste und das Leben mit dem Jahreskreislauf gibt uns Sicherheit und daher freuen wir uns heuer ganz besonders auf Beltane! Es wird wieder ein Fest im kleinen Rahmen sein, aber voller Freude auf das was kommen mag, auf das Leben und die Liebe und auf die vielen Geschenke der Natur.

 

Wann ist Beltane?

In der letzten Aprilnacht findet eines der schönsten Jahreskreisfeste statt – das keltische Beltane, eng verbunden mit der allseits bekannten Walpurgisnacht. Ursprünglich wurde dieses Mondfest am 5. Vollmond nach der Wintersonnwende gefeiert.

 

Was feiern wir in der Walpurgisnacht?

Es ist ein Fest des Lebens, der Liebe, der Fruchtbarkeit, der Vereinigung, der Zeugung und des Sieges der Sonne und des Sommers über den Winter. BEL bedeutet strahlend, leuchtend, glänzend. TENE oder auch TEINE ist das „Feuer“. Bei den Kelten begann mit Beltane das Sommerhalbjahr.

So wurden in der Walpurgisnacht große Feuer entzündet und ausgelassen der Beginn des Sommerhalbjahres und die Zeit der Fruchtbarkeit, Sinnlichkeit und des Wiedererwachens der Natur gefeiert. Das Aufstellen des Maibaums, der als wichtiges Fruchtbarkeitssymbol gilt, ist bis heute erhalten geblieben.

 

 

Der Name Walpurgisnacht leitet sich von der Hl. Walburga (auch Walpurga oder Walpurgis) ab, einer Äbtissin aus England (≈ 710–779). Im Mittelalter wurde der Gedenktag dieser Heiligen am 1. Mai gefeiert. Traditionell gilt die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai als die Nacht, in der die Hexen insbesondere auf dem Blocksberg, aber auch an anderen erhöhten Orten, ein großes Feuer entzündet haben und rauschende Feste abhielten. Diese Vorstellung ist beeinflusst von den Beschreibungen des Hexensabbats in der Literatur des 15. und 16. Jahrhunderts. Der Name Walpurgisnacht wurde durch Goethes Faust (Teil I, 1808) popularisiert; frühere Belege sind aus dem 18. Jahrhundert nachweisbar.

 

Wie können wir Beltane feiern?

 

Seit jeher haben die Menschen allerlei Anlässe mit den unterschiedlichsten Ritualen gefeiert. Viele von ihnen sind eng verbunden mit dem Rhythmus der Natur und wurden in tiefer Verbundenheit mit Mutter Erde zelebriert. Auch die Jahreskreisfeste wurden mit solchen Ritualen begangen und waren immer angepasst an die jeweilige Jahreszeit.

Mit diesen wunderbaren Ritualen kannst du Beltane feiern:

  •  Feuer – früher wurden zu Beltane große Feuerhaufen errichtet und alle anderen Feuer – das Herdfeuer, die Kerzen, etc. gelöscht. Alles sollte NEU beginnen. Entzünde dein eigenes Feuer (du kannst wieder deine Jahreskreiskerze anzünden, wenn du eine hast), höre Musik und vielleicht magst du auch ums Feuer tanzen.
  • Auch das Räuchern ist eine schöne Möglichkeit, deine Sinne zu stimulieren. Rosenblüten, Styrax, Lavendel, Brennnessel, Tonkabohne oder Johanniskraut wirken aphrodisierend bzw. stimmungsaufhellend.
  •  Du kannst dir einen Blumenkranz aus Gundelrebe oder anderen Kräutern fürs Haar flechten und damit ums Feuer tanzen. Die Gundelrebe ist eine weithin bekannte alte Heil- und Zauberpflanze. Ein Kranz, aus der Gundelrebe geflochten und in der Walpurgisnacht getragen, soll helfen, Böses zu erkennen.
  •  Ein ebenso netter Brauch ist das Schmücken eines Apfelbaumes. Dazu werden bunte Bänder an die Äste gebunden, die symbolisch für unsere Wünsche stehen.
  •  Verbringe Zeit in der Natur – geh raus und suche dir einen schönen Platz in der Natur. Das kann im Wald sein, in deinem Garten oder an irgendeinem schönen Platz in der Natur. Nimm dir Zeit, setz dich hin und verbinde dich mit diesem Ort. Was wächst da? Was hörst du? Was fühlst du? Wachsen da Kräuter, die du kennst, dann koste sie – wie schmecken sie? Genieße die Stille, das Zwitschern der Vögel, das Rauschen des Windes oder das Plätschern eines Bachs. Tue das, was dir guttut und freue dich über die Zeit, die du dir schenkst.
  •  Kräuter sammeln – jetzt wachsen schon viele Heilkräuter und es ist ein idealer Zeitpunkt, um sie zu sammeln. Die Frühlingskräuter haben so viel Kraft und Energie, die wir gut für unsere Gesundheit nutzen können.
  •  Braue eine verzaubernde Waldmeister Bowle oder einen magischen Hexenwein und feiere das Leben und das Licht.

 

Waldmeisterbowle und Hexenwein

Waldmeister Bowle

1/2 l Weißwein

1/2 Flasche Sekt

Waldmeister

Den Waldmeister einige Stunden anwelken lassen, damit sich das enthaltene Cumarin entfalten kann. Zwei bis drei Waldmeisterpflanzen an den Stielen zusammenbinden und in einem Krug mit Weißwein ca. zwei Stunden ziehen lassen. (Achtung: die Stielenden sollten nicht in die Flüssigkeit hängen, da die Bowle sonst bitter werden kann). Den Waldmeister entfernen und den Sekt dazugeben. Fertig ist die Bowle. Die alkoholfreie Variante kannst du z. B. mit Apfelsaft machen und anschließend mit prickelndem Mineralwasser spritzen.

 

Hexenwein nach dem Rezept von Susanne Mitterer

Jeweils eine kleine Hand voll Melisse, Blätter der schwarzen Johannisbeere, Waldmeister (angewelkt), Johanniskraut, Thymian, Pfefferminze, Birkenblätter, Salbeiblätter, Gundelrebe, Lavendel und Veilchenblüten sammeln. Die gesammelten Kräuter in einen Topf oder ein großes Glas füllen, 2 Scheiben Zitrone dazu geben und mit einem Liter Rotwein aufgießen.

Danach mit einem Holzlöffel, einem Ast einer Birke oder einem Ribiseltrieb drei Mal rechts herum und neun Mal links herum umrühren. Die Drei und die Neun sind magische Zahlen und sollen die Wirkung vom Wein verstärken.

Dann lässt man das Gebräu 5 Tage lang abgedeckt stehen. Am 6. Tag gibt man ¼ Liter Kirschsaft dazu und lässt es noch zwei weitere Tage stehen. Nach einer Woche kann man den Wein abseihen und bei Bedarf mit etwas Honig verfeinern. Diese Mischung ist perfekt für die Walpurgisnacht – der Wein wirkt stimmungsaufhellend, anregend und aphrodisierend. Er hält einige Monate, sollte aber nicht ins neue Jahr mitgenommen werden ?.

P.S. Es passiert kein Unglück, wenn man nicht exakt diese Kräuter verwendet. Ebenso wenig, wenn die Rührtechnik nicht strikt eingehalten wird und die Gefahr, dass dieser köstliche Wein bis ins Neue Jahr überlebt ist ohnehin gering ?.

 

Lassen wir den Gedanken von Reinhold Niebuhr in dieses Jahreskreisfest einfließen:

„Gib mir die Gelassenheit, Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

                                                                                                                                                                                                Reinhold Niebuhr (1892-1971), US-Theologe und Philosoph

 

Vertraue auf deine Intuition, lasse dich von deinen Gedanken leiten und finde so dein ganz eigenes Beltane-Ritual!

Wir wünschen dir ein bezauberndes Fest!

 

Alles Liebe

Angelika & Silvia ?

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