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Schafgarbe | Achillea millefolium

Schafgarbe im Leib, tut wohl jedem Weib
so lautet ein alter Spruch.

Die Schafgarbe ist eine der wichtigsten Heilpflanzen in der Volksmedizin und wird auch als „das Heilkraut für Frauen“ bezeichnet. Sie wurde auch „Heil der Welt“ oder „Heil aller Schäden“ genannt, weil man sie als Allheilmittel ansah und mit ihr sogar die Pest zum Teufel heißen wollte.

Welche Pflanzenteile verwendet man?

Die Schafgarbe ist eine aromatisch duftende, ausdauernde, kniehohe Staude. Sie wächst bevorzugt auf Wiesen, am Waldrand und neben Wegen und Ackerränder. Die zwischen 20-80cm hohe Pflanze hat meist weiße, manchmal rosa, Blüten und einen sehr festen, harten Stängel. Wegen ihrer zarten und filigranen Blätter wird sie auch „Augenbraue der Venus“ genannt.

Ihr werden viele Namen gegeben: Garbenkraut, Jungfernkraut, Mutterkraut, Heil-aller-Schäden, Wundkraut, Blutstillkraut, Achilleskraut – um nur einige zu nennen.

Der lateinische Name der Schafgarbe „Achillea millefolium“ entspringt einer Sage um den griechischen Held Achilles. Beim Kampf um Troja wurde er von einem Pfeil an der Ferse (Achillessehne) verwundet.  Die Göttin Aphrodite gab ihm den Rat, diese Verwundung mit der Schafgarbe zu heilen.

Der Name Schafgarbe leitet sich vom althochdeutschen „garwa“ = gesund machend ab,  man hatte beobachtet das Schafe auf der Weide das Kraut stehen lassen und erst dann fressen, wenn sie krank sind.

Inhaltsstoffe:  Bitterstoffe, ätherische Öle, Gerbstoffe, Flavonoide, Chamazulen, Eisen,

Sammelzeit: die Blättchen im zeitigen Frühjahr, Blüten oder ganzes Kraut ab Juni – September.

Warum ist die Schafgarbe so wertvoll?

Sie gilt als Universalkraut, da sie appetitanregend, verdauungsfördernd, blutreinigend, harntreibend, blutstillend, krampflösend, antibakteriell und entzündungshemmend wirkt.

Pfarrer Kneipp sagte: „Viel Unheil bliebe den Frauen erspart, würden sie ab und zu einmal nach Schafgarbe greifen.“ Sie reguliert die Monatsblutung, wenn z.B. junge Mädchen unter unregelmäßiger Blutung leiden und hilft Frauen in den Wechseljahren zur inneren Ruhe.

Die in ihr enthaltenen Bitterstoffe regen die Tätigkeit der Galle, Leber, Magen und Bauchspeicheldrüse an.

Sitzbäder sind sehr erfolgreich bei Weißfluss, Eierstockentzündungen und auch bei Bettnässen. Sie verfügt über antibiotische Kräfte und die Blüten und das daraus gewonnene ätherische Öl helfen bei Bakterien und wirken sogar bei Pilzerkrankungen. Auch bei bakteriellen Blasenentzündungen hilft die Schafgarbe.

Sie wirkt blutstillend bei allen inneren und äußeren Verletzungen. Untersuchungen haben ergeben, das Schafgarbentee die Blutgerinnung fördert.

Das ätherische Öl der Schafgarbe ist blau (diese Farbe kommt vom Chamazulen) und wird durch Wasserdampfdestillation gewonnen.

Das Hydrolat hilft sehr gut bei kleinen Verletzungen, aber auch bei unreiner Haut. Als Gurgelmittel wirkt es schleimlösend und entzündungshemmend.

Wie verwendet man die Schafgarbe?

Schafgarbentee

Für den Tee verwendet man das blühende Kraut. Dafür zwei Teelöffel des frischen oder getrockneten Krautes mit heißem Wasser übergießen und ca. 10 min ziehen lassen. Danach abseihen und den Tee genießen. Ein Schafgarbentee fördert die Verdauung und durch die krampflösende Wirkung des ätherischen Öles verschwinden Bauchweh und Blähungen.

Aufgrund ihres würzigen Geschmack eignet sich die Schafgarbe als Zutat für Kräutersalze, Kräuterbutter und in Aufstrichen. Dafür werden die jungen Blätter verwendet.

Schafgarbensirup

Die Blüten der Schafgarbe abzupfen, da der Sirup  bitter wird, wenn zu viel grün von den Blättern und Stängeln im Sirup landen.  Ca. 1kg Zucker in 2l Wasser auflösen und kurz aufkochen lassen. Im noch heißen Zustand über die Blüten gießen und umrühren. Nun zwei Tage zugedeckt stehen lassen. Danach abseihen und am Besten nochmals kurz aufkochen. Noch heiß in gut gereinigte Flaschen abfüllen. Den Schafgarbensirup verdünnt mit Leitungs- oder Mineralwasser genießen.

 

Wir wünschen euch viel Freude mit der Schafgarbe!

Alles Liebe,

Angelika & Silvia

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