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Vom Bärlauch und seinen Bärenkräften!

Der Bärlauch, eine der wichtigsten Frühlingspflanzen für unsere Gesundheit!

Der Bärlauch ist eine der ersten Frühlingspflanzen und steht für Reinigung und Erneuerung. Wenn du im Frühling bei deinen Spaziergängen durch den Wald plötzlich Knoblauchgeruch wahrnimmst, dann wächst da der Bärlauch. Manchmal in großen Familien, denn wenn er erst einmal irgendwo heimisch geworden ist, breitet er sich gerne üppig aus. Der Bärlauch bevorzugt schattige Laubwälder und humusreiche Standorte. Man findet ihn häufig in Auwäldern in der Nähe von Flüssen. Er ist ein mehrjähriges Zwiebelgewächs, das Jahr für Jahr wieder neu erscheint. Zuerst wachsen im Frühjahr, etwa ab März, die Blätter des Bärlauchs.  Der Bärlauch wird im Schnitt 25 cm hoch und seine Blätter  sind länglich, lanzettlich, weich und ähneln den Blättern des Maiglöckchens oder der Herbstzeitlose. Die Blattoberseite vom Bärlauch glänzt und ist von dunklerem Grün als die matte Unterseite. Im Gegensatz zu Maiglöckchen-Blättern duften Bärlauchblätter jedoch eindeutig nach Knoblauch. Dieser Geruch ist wichtig zur Unterscheidung, denn Maiglöckchen und Herbstzeitlosen sind giftig. Aber der Geruch alleine ist zu wenig um in eindeutig zu bestimmen. Riechen die Finger schon nach Knoblauch, ist es kein 100%iger Hinweis mehr.

 

Frühes Stadium eines ganz jungen Bärlauchs

Welche Pflanzenteile verwendet man?

Es sind die Blätter, die geerntet werden, am besten vor der Blüte, denn dann sind sie zart und voller Inhaltsstoffe. Im weiteren Verlauf des Frühlings wächst aus der Blattrosette die weiße, luftige Bärlauch-Blüte. Sie ist eine reichblütige Scheindolde und die einzelnen Blüten sehen aus wie kleine Sterne. Die Bärlauchknospen kann man ebenso sammeln und als Kapernersatz in Essig mit Gewürzen einlegen. Die Blüten sind aber auch eine hübsche Zutat in Aufstrichen oder Salaten.

Inhaltsstoffe: Allicin, ätherische Öle, Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium, Mangan, Phosphor, Schleimstoffe, Selen, Senfölglykoside, Vitamin C

Sammelzeit: März bis Mai – Blätter, Blüten, Samen

 

Warum ist der Bärlauch so wertvoll?

Der Bärlauch ist eine Frühlingspflanze und entfaltet im Frühjahr seine stärksten Kräfte.  Daher sollte man ihn für eine Frühjahrskur nutzen um den Körper zu reinigen und zu stärken. Nach den langen Wintermonaten können der Darm und der Stoffwechsel durch den Bärlauch wieder zu mehr Leistung stimuliert werden, der Körper kommt wieder auf Touren. Zusammen mit der Brennnessel,  dem Löwenzahn und dem Gundermann wird die Wirkung noch verstärkt. Außerdem wirkt der Bärlauch stärkend auf den Stoffwechsel und die Verdauung. Man kann ihn auch gegen Frühjahrsmüdigkeit anwenden.

 

Bärlauch mit Blüte im Anfangsstadium

 

Er fördert nicht nur die Verdauung, sondern reinigt die Blutgefäße und kann so auch Arteriosklerose verhindern. Es senkt den Blutdruck und kann somit sogar Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen. Dadurch ist der Bärlauch das reinste Labsal gegen Zivilisationskrankheiten. Auch gegen alltägliche Folgen der Arteriosklerose kann der Bärlauch helfen, sei es, wie schon erwähnt, der Bluthochdruck, oder kalte Füße und Hände, Schwindel, schlechte Hautheilung durch Mangeldurchblutung, Kopfschmerzneigung, manche Gedächtnisstörungen, Schmerzen beim Gehen oder Leistungsschwäche.

In rohen und kleingeschnittenen Blättern oxidiert der schwefelhaltige Inhaltsstoff Alliin zum medizinisch wirksamen Allicin. Dieses Allicin ist ein natürliches Antibiotikum, das Pilze abtöten kann. Besonders wichtig sind die Auswirkungen des Bärlauchs auf Magen und Darm: Er heilt eine erkrankte Darmflora. Dabei werden aber nur die Darmpilze abgetötet, die der natürlichen Darmflora fremd sind. Natürliche und nützliche Pilzstämme im Darm verschont der Bärlauch, sodass eine natürliche Darmflora wieder aufgebaut werden kann.

Der Bärlauch hilft uns übrigens auch, Umweltbelastungen besser zu ertragen: Er hilft dem Körper, giftige Schwermetalle wie Blei auszuscheiden. Das gilt auch für andere Umweltgifte. Zudem wird die Anzahl der Killerzellen im Blut erhöht, was das Immunsystem stärker und effektiver werden lässt.

Schon im alten Rom wurde der Bärlauch als Arzneipflanze verwendet. Die heilende Wirkung und damit auch die Anwendung dieser Pflanze wurden dem Knoblauch vorgezogen, dessen Wirkung ähnlich war.

Die Germanen waren der Meinung, dass die Anwendung des Bärlauchs Bärenkräfte verleihen würde. Er soll den Bären nach ihrem Winterschlaf auf die Beine helfen und ihnen neue Kraft geben. Im Mittelalter wurde Bärlauch als Herba Salutaris bezeichnet und als Arznei- und Nahrungspflanze genutzt. Ihm wurden unheilabwehrende Eigenschaften zugeschrieben.

 

Wie verwendet man den Bärlauch?

Der Bärlauch wird am besten frisch verwendet, da seine Wirkstoffe verloren gehen wenn er getrocknet oder eingefroren wird.

Man kann die möglichst jungen Bärlauchblätter in Salaten verwenden, ein Bärlauchöl oder einen Bärlauchessig ansetzen, eine gute Bärlauchsuppe kochen oder eine Kräuterbutter rühren. Die grünen Blätter eigenen sich auch hervorragend als Zutat für Gnocci, in Kräuteraufstrichen oder mitgebacken in frischem Brot. Die Knospen kann man wie Kapern einlegen, zu einer wunderbaren Bärlauchknospenbutter verarbeiten oder beim Spaziergang einfach so essen.

Bärlauchpesto

 

Das Bärlauchpesto ist eine klassische und schmackhafte Methode, den Bärlauch haltbar zu machen. Es passt zu Nudeln, in Kräuteraufstriche oder einfach nur auf’s Brot gestrichen.

150-200 g Bärlauch
25 g Pinienkerne
25 g Parmesan
1 Teelöffel Salz, ev. Pfeffer
ca. 200 ml Olivenöl

Bärlauch waschen, gut trocknen und in Streifen schneiden. Die Pinienkerne ohne Fett in der Pfanne leicht anrösten und anschließend mit einer Küchenmaschine zerkleinern. Den Parmesan fein reiben und dann alle Zutaten in der Küchenmaschine zu einer sämigen Masse mixen. Nach Belieben noch etwas Öl dazugeben, wenn das Pesto zu dickflüssig ist. Noch einmal mit Salz und ev. Pfeffer abschmecken und ihn saubere (am besten ausgekochte Gläser) abfüllen. Abschließend mit einer Ölschicht bedecken und diese nach jeder Entnahme erneuern. So hält das Pesto ca. 6 Monate im Kühlschrank. Guten Appetit!

 

Verwechslungsmöglichkeiten:

Herbstzeitlose (giftig): Anders als beim Bärlauch treiben die Blätter in Büschel aus dem Erdboden aus und sitzen ohne Blattstiel an dem im Boden bleibenden Stängel.

Maiglöckchen (giftig): Die Form der Blätter ist dem Bärlauch sehr ähnlich, allerdings sind die Blätter des Maiglöckchens dicker und fester. Sie wachsen paarweise aus dem gleichen Stängel und umfassen diesen.

Ein Verwechslung kann tödlich enden! Deshalb ist es ganz, ganz wichtig, dass ihr den Bärlauch eindeutig bestimmen könnt. Wenn auch nur ein Hauch von einem Zweifel besteht, lasst die Finger davon!

Aber nehmt euch die Zeit und fragt kräuterkundige Menschen in eurer Umgebung! Es zahlt sich aus, die Bärenkräfte des Bärlauchs für eure Gesundheit zu nützen!

 

Alles Liebe,

Angelika & Silvia

 

 

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